DIE GESCHICHTE IM IMAGEFILM

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Beginnen wir einmal ganz am Anfang und definieren das Wort „Image“. Laut Duden handelt es sich dabei um ein bestimmtes Bild oder eine Vorstellung einer Person oder Gruppe von anderen Personen, Gruppen oder Dingen. Sprich, das Bild, das eine Person von ihrem Unternehmen hat. Ein Imagefilm möchte genau dieses Bild beeinflussen und ein Unternehmen positiv darstellen. Soweit so gut.

Sehen wir uns nun ein paar Imagefilme an. Dank YouTube in der heutigen Zeit nur wenige Klicks entfernt. Ich gehe jetzt nicht auf ein konkretes Beispiel ein, da es hier eine Fülle von guten und weniger guten Beispielen gibt. Doch die meisten haben eines gemeinsam: Sie sind sofort als Imagefilm erkennbar, enttarnen sich quasi nach den ersten Sekunden selbst. Der Zuschauer erkennt schnell die Botschaften, die vermittelt werden sollen. Dementsprechend ist er auch gegen die beeindruckenden Luftaufnahmen oder den Off-Kommentar, der „Innovationskraft“ verspricht, weitgehendst immun. Nur selten können Imagefilme einen wirklich mitreißen, den Zuschauer regelrecht mitfiebern lassen. Doch genau solche Filme erzeugen das oben genannte Image. Diese Filme haben einen maßgeblichen Einfluss auf das Bild, das der Zuschauer vom Unternehmen hat. Ein Imagefilm erfordert also weit mehr, als nur mit der Kamera vom Discounter draufzuhalten.

Es erfordert einen Plan, eine Idee. Der Rest ist nur Mittel zum Zweck.

Gute Ideen brauchen Mut

Ein Beispiel: Die Weihnachtsspots von EDEKA. Jedes Jahr bin ich gespannt, was sich die Macher diesmal für eine Geschichte ausgedacht haben. Denn hier wird wirklich etwas erzählt. In der Regel sind das die Probleme oder Wünsche des Kunden. Hier wird aus Sicht des Kunden gedacht und nicht aus Sicht des Unternehmens. Nicht sich selbst positiv darstellen, sondern sich als Unterstützter bei der Lösung eines konkreten Problems anbieten. Der werbliche oder imagebildende Charakter rückt bis auf das dezente Logo am Ende oder versteckte Hinweisen in den Hintergrund. Dennoch erkennt der Zuschauer sofort: Das ist von EDEKA. Das ist die wahre Kunst in der Filmproduktion. Solch aufwändige Kurzspielfilme zu produzieren erfordert natürlich neben einem angemessenen Budget auch jede Menge Mut. Nicht jeder ist bereit dafür.

Da die meisten Mitarbeiter in der Marketing-Abteilung oder gar der Chefetage wenig Erfahrungen mit dem Medium Film haben, fällt es ihnen schwer eine solche Idee zu entwickeln. Hier kommt dann der Punkt, an dem es sich lohnt, eine Produktionsfirma hinzuzuziehen. Denn es ist – um beim Beispiel zu bleiben – nicht nur EDEKA, sondern vor allem auch die Produktionsfirma mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Filmproduktion, die hier die Ideen entwickeln. Oft ist es bei größeren Projekten sogar ein weit verzweigtes Expertennetzwerk.

Nun kann sich ein KMU oder gar ein Einzelunternehmen einen Film in dieser Größenordnung nicht leisten. Wie aber bereits geschrieben ist die Idee und Konzeption ein wichtiger Bestandteil eines Films und nicht (nur) die technik- und personalaufwändige Produktion an sich. Es kann also durchaus auch mit „humanen“ Kosten ein ansehnlicher Imagefilm produziert werden. Die Idee gilt es bei einem begrenzten Budget auszuarbeiten, vielleicht auch bewusst anders zu denken und etwas zu wagen. Dann lässt sich auch mit relativ geringem Aufwand das Image deutlich verbessern.

Ganz allgemein lebt ein Film primär von der Geschichte und nur selten – es gibt aber durchaus Ausnahmen! – von der Umsetzung an sich.

Daher an dieser Stelle noch ein Appell, da ich genau dieses Vorgehen häufig beobachte: Meißelt Eure Vorstellungen nicht bei der Anfrage sofort in Stein, sondern lasst die kreativen Köpfe der Produktionsfirma denken. Wagt etwas Neues, erzählt wie im Kino eine Geschichte – und das muss nicht zwangsläufig auch die eigene sein…

Kategorie des Beitrags: KREATIVITÄT & DESGIN, WISSENSWERTES

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