Fachbegriffe. Eine Erklärung.

Beim Film kommen – wie in jeder anderen Branche auch – zahlreiche Fachbegriffe vor. Sowohl bei Gesprächen als auch in Angeboten oder Dokumenten. Da viele Begriffe oft im Alltag fallen, aber häufig falsch verstanden werden, haben wir einige davon hier aufgeführt. Sollten Sie eine Frage haben oder einen Begriff nicht verstehen zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, um Missverständnisse zu vermeiden.

Ein Off-Sprecher ist meist ein professioneller Sprecher, der einen Kommentar für Ihren Film einspricht. Besonders häufig kommt dieser in Imagefilmen oder Erklärvideos vor. Der Sprecher ist dabei zu keinem Zeitpunkt zu sehen und spricht „aus dem off“. Je nach Wunsch können Sie selbst, Mitarbeiter oder Freunde den Kommentar einsprechen. In der Regel raten wir aber davon ab, da ein ausgebildeter und professioneller Sprecher die Inhalte gut betont und mit einer angenehmen Stimme vermitteln kann. Wir haben einen Pool verschiedener Sprecher/innen, die wir Ihnen gerne je nach Projekt passend zur Auswahl stellen.
Das sind die zwei häufigsten Video-Auflösungen. Jedes digitale Bild ist aus mehreren einzelnen Pixeln (Bildpunkten) aufgebaut, die zusammen das fertige Bild ergeben. Da dieses zwei-dimensional ist (auch bei 3D!) hat es eine festgelegte Breite und Höhe (x und y-Achse). Full-HD hat dabei 1920 x 1080 Bildpunkte, 4K (UHD) 3840 x 2160. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein Video schärfer und detaillierter wirkt, je höher die Auflösung ist. Zusätzlich kommt es aber auch auf die Darstellungsgröße sowie die Entfernung zum Abspielgerät an. Man sollte aber auch bedenken, dass z.B. die Dateigröße eines Videos mit höherer Auflösung in der Regel auch größer ist und mehr Rechenleistung beim Abspielen benötigt wird. Vor allem im Web spielt das eine wichtige Rolle, z.B. bei der Internetgeschwindigkeit, die für das Ansehen von UHD-Inhalten notwendig ist.
Der Unterschied zwischen Videoformat und Codec lässt sich mit dem Begriff „Container“ verdeutlichen. Anhand des Containers erkennen wir meist das Videoformat. Im konkreten anhand der Dateiendung des Videos. Klassische Videoformate sind mp4, avi, wmv, oder mov. Neben aller Video- und Audiodaten (z.B. mehrsprachige) lagern auch Metadaten (Aufnahmedatum, Autor, etc.) in diesem Container. Der Codec dagegen ist die Art und Weise, wie das Video komprimiert bzw. gespeichert wurde. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die verschieden stark komprimiert sind (und die Dateigröße bzw. Qualität beeinflussen) oder für bestimmte Anwendungen erforderlich sind. Aktueller Standard für die meisten Fälle ist H264 oder H265 (Codec) und mp4 als Format. Wir beraten Sie gerne, was für Sie notwendig ist und exportieren ihr Video, wie sie es benötigen.
Footage ist der englische Fachbegriff für Rohmaterial. In der Regel sind das also die Bild- und Tonaufnahmen ohne Nachbearbeitung. Diese Daten sind in den meisten Fällen nicht Bestandteil einer Filmproduktion, da Sie normalerweise nur den fertigen Film in Auftrag geben. Möchten Sie die Daten dennoch verwenden, so ist eine gesonderte Absprache notwendig.
Die GEMA ist die weltweit größte Verwertungsgesellschaft für Musik. Viele Musiker sind Mitglied der GEMA, welche deren Nutzungsrechte verwaltet und auch die Beiträge aus der Nutzung der Musik eintreibt. „Gemafrei“ bedeutet, dass der Künstler kein Mitglied der GEMA ist und sich selbst um die Vergabe von Nutzungsrechten für seine Musik kümmert. Viele Künstler bieten kostengünstig gemafreie Musik an, die ohne weitergehende Kosten für Filmprojekte verwendet werden können. Das ist in den meisten Fällen die einfachste Möglichkeit Ihren Film mit Musik zu unterlegen. Lieder aus den aktuellen Charts oder von berühmten Künstlern sind erheblich teurer. Die Nutzungsrechte sind zudem direkt mit der Agentur des Künstlers zu besprechen, was den Prozess aufwändig gestaltet. Bekannte Musik lohnt sich daher fast nur für groß angelegten Werbekampagnen.
Unter Postproduktion versteht man alle Arbeitsschritte, die nach den eigentlichen Dreharbeiten stattfinden. Das ist neben dem Schnitt auch die Bildanpassung („Color Grading“), die Audiogestaltung, das Einsprechen eines Kommentars oder die Bereitstellung des Films für bestimmte Einsatzzwecke.
Als Grip bezeichnet man Equipemt, das bei der Kameraarbeit unterstützt. Das reicht von Stativen über Dollys (siehe unten) bis hin Bühnenbauten und Befestigungen. Grip ist ebenfalls eine Berufsbezeichnung für die Person, die kameratechnische Systeme wie einen Dolly aufbaut und bedient.
Ein Dolly ist ein Kamerawagen der entweder auf Rädern oder auf Schienen bewegt wird und somit eine ruhige Kamerabewegung ermöglicht. Ein Slider ist meist deutlich kleiner und erlaubt üblicherweise nicht mehr als ein bis zwei Meter Fahrtstrecke, ist dafür aber auch handlicher und schneller aufgebaut.
Ein Greenscreen lässt sich mit nur einem Wort beschreiben: „Nachrichtenstudio“. Ein Greenscreen ist im Grunde nichts anderes als eine gleichmäßige grüne Farbfläche die hinter der Person oder einem Objekt aufgebaut wird. Später wird der Farbton dann entfernt und durch ein beliebiges Video oder Bild ersetzt. Im Nachrichtenstudio steht der Sprecher dann in einem digitalen Raum, der Wettermoderator erklärt an der Wetterkarte die Situation der kommenden Tage oder der Schauspieler läuft im alten Rom am Colloseum vorbei. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig und werden in einer Vielzahl von Produktionen angewendet.

Auszug aus unserem Blog

BETRUG IM HANDEL

Eine BluRay verspricht eine hohe Bildauflösung und gute Audioqualität, der neuste Standard verspricht sogar UHD oder HDR. Aber was landet wirklich auf der digitalen Disc? Leider nicht immer das, was wir erwarten.

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FACHBEGRIFFE EINFACH ERKLÄRT TEIL 1

UHD, HDR, HDMI, 4K … Der Kopf raucht. Im ersten Teil dieser Beitragsreihe erklären wir auf einfache Art und Weise die wichtigste technischen Grundbegriffe. Wir beginnen dabei mit der Auflösung.

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